PASTORALE
Kultursalon & Sommergarten

Seit dem 16. Jahrhundert entwickelte sich in den kulturellen Hochburgen Europas eine stilbildende private Salonkultur, die bis zu Beginn des 20. Jahrhundert Ort der Begegnung der Intellektuellen, der Adligen, des Bürgertums und der Kulturschaffenden war…

Die verschiedenen, zumeist privaten Salons, waren je nach Ausrichtung, Orte des politischen, des philosophischen und des kulturellen Austauschs. Diese Salons dienten oftmals auch der Förderung junger Talente in Literatur und Musik. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen sie aus der Mode oder gingen in einer mondänen Unterhaltungskultur auf. Es begannen die „Roaring Twenties“.

Ziemlich genau einhundert Jahre später, hat der gebürtige Frankfurter, Mario M. Flaschentraeger und seit Ende 2018 Neu-Limburger, aus der Brückenvorstadt, genau das im Sinn. Ein Salon des kulturellen Austausches und der Begegnung, mit dem erklärten Anspruch, die (kulturelle) Welt nach Limburg zu holen und die Schaffung eines (analogen) Ortes der Begegnung und der Entschleunigung. Ein Ort des Miteinanders. Ein Ort für alle Kulturinteressierten.

Ein Konzept wie aus der Zeit gefallen?

Ganz im Gegenteil, ein Konzept zur rechten Zeit.

Ganz im Gegenteil, ein Konzept zur rechten Zeit. Die „PASTORALE“ versteht sich auch als gesellschaftlichen Gegenentwurf zur digitalen und sozialen Vereinsamung und Isolation. Ein Ort, an dem sich Menschen allen Glaubens, Geschlechtes und Kulturen tatsächlich noch Menschen und nicht Avataren begegnen. Ein Ort, wo die digitale Welt der analogen Begegnung weichen muss. Und das auch ganz praktisch, denn Smartphone & Co. müssen in der „PASTORALE“ für die Dauer des Aufenthalts stumm gestellt werden. Zuviel verlangt?

Warum Limburg?

Der Ausgangspunkt ist (wie so oft im Leben) eine eher „zufällige“ Begegnung, die zu der Idee führte, aus der einstigen „Kapelle auf dem Schafsberg“ einen Ort der kulturellen Begegnung zu erschaffen. Und hätte man nicht bereits 2008 das Potenzial des Ortes für sich entdeckt, als man diese einstige Aussegnungshalle nach jahrzehntelangem Dämmerzustand aufwändig mit einer Gastronomie revitalisierte, wäre es wohl auch beim (morbiden) Dämmerzustand geblieben. Aber genau diese bauliche und infrastrukturelle Ausgangssituation brachte den weitgereisten Kulturmanager auf die Idee, die Welt der Literatur, der Klassik und Oper, des Kabaretts und des Talks nach Limburg zu bringen. Und das mit Programmen, die man sonst nur in Metropolen oder großen Häusern erwartet.

Warum der Name „PASTORALE“?

Auch wenn man in Limburg vorrangig einen kirchlichen Hintergrund vermutet, so trifft dieser hier nicht zu. „PASTORALE“ steht im kirchlichen Kontext zwar für den Bischofsstab (Krummstab), als auch das Handbuch für Seelsorger mit Bibel- und Gebetssprüchen bzw. kleinen Liturgien. All das spielt hier jedoch keine Rolle.

Aber, und das ist der eigentliche Grund, beschreibt der Begriff „PASTORALE“ in der Literatur, als auch in der Musik, z. B. der 6. Sinfonie Beethovens, ein Meisterwerk der Klassik, das Hirtenlied, das idealisierte Leben des Schäfers in der Natur …

Und so wird der Begriff im Kontext mit dem Kultursalon auch zur geografischen Standortbestimmung … denn wo einst erloschene Vulkane waren, verorteten die Historiker in Limburg den heutigen „Schafsberg“, in dessen Schatten die einstige Kapelle liegt.

Und so ist nicht nur der Name schlüssig, sondern gibt auch Hinweis auf das inhaltliche Programm. Denn auch wenn im Kern die kulturellen Darbietungen, die der einstigen Salons sind, so wird der Kulturmanager den Ort auch mit gänzlichen neuen Ideen und Technologien beleben und dabei auch auf alles zurückgreifen, was Stand der Technik ist. Denn die „PASTORALE“ wird nicht nur mit modernster Technik ausgestattet werden, sondern diese auch einsetzen, um bspw. Konzerte aus der Met in New York oder aus der Philharmonie in Berlin im Livestream zu übertragen.

Mit ca. 70 Sitzplätzen wird die „PASTORALE“ hinsichtlich der Atmosphäre mehr mit einem Wohnzimmer gemein haben als mit einem Stadttheater. Und genau das macht den (atmosphärischen) Unterschied! Hier fühlt man sich Zuhause.

Gegenüber anderen Salonkonzepten, mit nur gelegentlichen Programmen, ist in Limburg ein Vollprogramm geplant. Im Schnitt werden viermal pro Woche Veranstaltungen angeboten, mit jeweils völlig unterschiedlichen Ausrichtungen. Die Gastronomie ist an allen Tagen mit einem breiten Angebot aus regionaler und nachhaltiger Produktion und einem starken Fokus auf vegetarische Speisen ausgerichtet. Das Konzept wird sich auch hier deutlich unterscheiden.

Und seit Juli 2020 wird auch der Sommergarten mit seinen 150 Sitzplätzen gastronomisch und kulturell bespielt. 2021 wird der Sommergarten ab dem frühestmöglichen Termin bis Mitte September 2021 geöffnet sein.

Limburg wird um eine Attraktion reicher! Versprochen!

Mario M. Flaschentraeger
Vom Schülerpraktikum zum Kulturmanager …

Im internationalen Kulturbetrieb sind berufliche Karrieren so vielfältig und ungewöhnlich und von Brüchen durchzogen, wie wohl in keinem anderen Beruf(ungs)szweig. Auch wenn vor allem im künstlerischen Bereich die klassische Ausbildung immer noch dominiert, da echte Naturtalente auch im Zeitalter der Castingshows die Ausnahme sind. So sind vor allem im kreativ-organisatorischen Bereich auch zahlreiche Quereinsteiger und berufliche Exoten zu finden.

Er kam, um zu bleiben …

Flaschentraeger, der Mitte der 70er-Jahre eher zufällig, im Rahmen eines Schülerpraktikums, im Kulturdezernat der Stadt Frankfurt hospitierte, in einer Zeit, in der der Kulturdezernent und spätere Präsident der Goethe-Institute Hilmar Hoffmann mit „Kultur für Alle“ für eine Demokratisierung des Kulturbetriebes antrat, sollte diese Entwicklung nachhaltig prägen. Und mit gerade einmal 16-Jahren öffnete sich dem „Frankfurter Bub“ ein vielschichtiges Universum aus Musik, Theater, Kunst und Kultur und beeinflusste fortan dessen weiteren beruflichen Werdegang bis zum heutigen Tage.

Der seit Ende 2018 in Limburg an der Lahn lebende Regisseur und Agenturinhaber durchlief in den 80ern nahezu alle Bereiche der Unterhaltungs-, Pop- und Clubkultur, so auch als Veranstalter von Konzerten und Kulturveranstaltungen. Musikalisch wurde Flaschentraeger geprägt vom Jazz, allem voran den unterkühlten und experimentellen ECM-Sound und den hunderten Konzerten, die dieser seinerzeit sechs Tage die Woche im „Sinkkasten“, einem der legendären Frankfurter Jazzclubs der 60-80er Jahre, erlebte.

Und das war erst der Beginn. Es folgten binnen weniger Jahre deutlich über 1.000 mitorganisierte Konzerte- und Kulturveranstaltungen, bevor dieser mit Anfang 20, im sprichwörtlichen Vorbeigehen, einen Plattenladen an der Uni Frankfurt eröffnete, in dem dieser ebenfalls zahlreichen Künstlern aus allen Genres begegnete. Mit dem Ende des Vinyls sollte es zu einer beruflichen Neuorientierung kommen.

Nach einem dreijährigen Ausflug in die Welt der Anzeigenmotive und TV-Spots (WPP Ogilvy & Mather) kam es nach einem kurzen Gastspiel beim damaligen Marktführer für „Digitale Bildbearbeitung“, der Firma ARRI TV in München, 1988 zu einer Schicksal weisenden Begegnung, welche in der Folge zur Gründung einer eigenen international tätigen Eventagentur (COMMPANY) führte, die nunmehr seit 1989 bis heute besteht. In den nunmehr drei Jahrzehnten arbeitete dieser für über dreißig Dax- und Weltkonzerne. So auch mit einem Büro in Moskau, wo dieser (auch) die Welt der klassischen Musik für sich entdeckte. Nach über 1.500 Konzern-Veranstaltungen in zahlreichen Ländern, setzte aber auch der kreative Ermüdungseffekt ein und Flaschentraeger zog sich lange Zeit zurück, um sich selbst neu zu (er)finden.

Und so führte eine Begegnung Ende 2019 zu dem jüngsten Baby des Eventmanagers, die Gründung eines „Kultursalons“ in Limburg, mit dem Ziel, dort ab Mai 2020 der klassischen Musik, der Oper, dem Wort (Diskussion, Kabarett und Lesung) und dem Vinyl-Tonträger einen außergewöhnlichen Raum und Rahmen zu geben. Hierzu hat der Kulturmanager bereits mehrere tausend, teils historische, Tonträger mit klassischer und zeitgenössischer Musik angekauft. Und Flaschentraeger würde sich selbst nicht gerecht werden, wenn dieser hierfür nicht auch einen geeigneten Ort gefunden hätte, der dessen Anspruch entspricht.

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